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Plattform für Transkulturelle Neue Musik

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Plattform für Transkulturelle Neue Musik

Transcultural Music Production / Artistic Research / Discourse On Cultural Politic

 
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2018 Oct 26

BoSy Fokus - Komponieren im Exil
Verfemte Musik in der Gegenwart

Verfemte Musik in der Gegenwart: auch heute sind MusikerInnen vielfach politischer, sozialer oder ethnisch-religiöser Verfolgung ausgesetzt. An diesem Abend sind stellvertretend MusikerInnen und KomponistInnen verschiedener regionaler und musikalischer Herkünfte eingeladen, um in Gesprächen die verschiedenen Aspekte von Unterdrückung, Vertreibung und musikalischem Exil zu thematisieren. Durch die Musiken der Gäste spannt sich ein musikalischer Bogen von zeitgenössischer Kammermusik über koptische Chorgesänge bis hin zu elektronischer Avantgarde.

Stefan Pohlit, Komponist, Izmir, Türkei
Turgut Erçetin, Komponist, Berlin, Deutschland
Ensemble Musikfabrik
SE Bischof Anba Damian
Koptisch-Orthodoxer Chor des heiligen Mauritius
Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.
Giulia Loli aka Mutamassik

Kuration und Moderation: Matthias Mainz

Oct 26 / 19:00h
Anneliese Brost Musikforum Ruhr
Eine Veranstaltung der Bochumer Symphoniker

 

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2018 Oct 12 - Dec 1

Shahhosseini/Mainz/Flaig
Concerts 2018

Mainz, Shahhosseini und Flaig pendeln in ihrem Spiel zwischen musikalischen Heimatorten, die zwischen zeitgenössischer komponierter und improvisierter Musik, elektro-akustischer Musik und
dem Radif liegen. Mit einem improvisatorischen Konzept, das eher postmoderne Parallelität als homogenisierende Synthesen anstrebt, entstehen Freiräume, in denen sich eine Musik zwischen der Innerlichkeit postromantischer Einflüsse, mikrotonaler persischer Modi bis zu Live-Elektronik und Geräusch entfalten kann.

Oct 12Wuppertal, Unerhört, 20:30h
Oct 13Bonn, Zentrifuge, 19:30h
Nov 16Hildesheim, Center for Worldmusic, 15:00h – 20:00h
Nov 25Hannover, Tonhalle, 20:00h
Nov 27Stuttgart, Lindenmuseum, 19:30h
Nov 30Köln, Loft (w/ Hesen Kanjo), 20:30h
Dec 01Neuss, RomaNEum (w/ Hesen Kanjo), 19:30h

 

2017 Oct 20 - 22

Laborkonzerte Myanmar

Aus Anlass der Herbsttournee des Burmesischen Trommelkreis-Virtuosen Hein Tint treffen die Piano-Duos Hein Tint/Laia Genç und Hesen Kanjo/ Matthias Mainz in drei Doppelkonzerten aufeinander. Hein Tint gehört zur ersten Generation burmesischer Musiker, die nach der Öffnung des Landes nach jahrzehntelanger Abschottung international wahrgenommen werden und selbst reisen können.

Hesen Kanjo und Matthias Mainz lösen in ihrem Zusammenspiel melodische und rhythmische Fragmente aus den traditionellen Spielweisen und kommunizieren sie als postmoderne Versatzstücke mit erweiterten Spieltechniken, Improvisation und Elektronischer Musik.

Oct 20Bonn, Zentrifuge
Oct 22Bochum, Anneliese Brost Musikforum Ruhr
Oct 27Köln, Loft

 

2017 Oct 28

Laborgespräche Bassem Hawar/Joss Turnbull

Laborgespräche
Im Konzertbetrieb bewegen sich MusikerInnen in einem Wechselspiel zwischen Außenwahrnehmung und Selbstvermarktung. Die eigene Musik wird dabei oft eingehegt und reduziert auf kategoriale Zwängen und kulturelle Stereotypen. In den Laborgesprächen sprechen KünstlerInnen im Dialog mit MusikwissenschaftlerInnen, MusiksoziologInnen und vor allem mit weiteren KünstlerInnen über ihre individuelle Transformation. Im Dialog zwischen Bühne und im Auditorium differenzieren und spiegeln sich die Erkenntnisse um Transformation von Musik und Material durch Erfahrungen aus der jeweils eigenen Biographie.

Bassem Hawar
Der irakisch-stämmige Violinist Bassem Hawar hatte in Bagdad bereits klassische Violine studiert, als er sich dem traditionellen Instrument Djoze, der irakischen Kniegeige zuwandte, die er in der Folge mit einem neuen Resonanzkörper und einem der westlichen Violine entlehnten Hals mit westlicher Mechanik modifizierte. Gegen die Proteste seiner Lehrer im Konservatorium konnte sich Hawar mit dem Instrument und den neuen Spieltechniken durchsetzen und mittlerweile hat sich seine Bauweise als „Bassem-Djoze“ im Irak etabliert.

Joss Turnbull
Neben einem Studienaufenthalt in Istanbul bereiste er Syrien, Libanon und den Iran, um Eindrücke der verschiedenen Trommel-Traditionen zu sammeln. Mit dem Gebrauch von Gummibällen, Folien, Ketten und Besen experimentiert er mit den klanglichen Möglichkeiten auf der Kelchtrommel Tonbak und arbeitet mit Live-Elektronik. In Kooperation mit dem Staatstheater Mainz hat Turnbull in den letzten zwei Jahren das experimentelle Musiktheaterprojekt Tamáss (farsi und arabisch für Berührung, Nachbarschaft aber auch Grenze, Konfrontation) umgesetzt, in dem musikalische Differenz in parallel agierenden, musikkulturell unterschiedlichen Ensemblegruppen kommuniziert wird.

ON-Neue Musik, Köln

 

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2017 Apr 26

Reverse Exotism #3 - Far East Network

Thomas Gläßer curated this wonderful small event within the framework of what we had started as REVERSE EXOTISM in autumn 2016. We had been discussing possible musical encounters which would relate to our work with chromekraut in 2009 ever since - but it was his impulse to combine Otomo Yoshihides touring quartet with Alex Gunia and me and to stage it at Ho`s: a very small asian supermarket right in the middle of colognes highly diverse eigelstein quarter at the central stations backside. It happened to be a very fine hour of electro-accoustic improvised music with the music organically developing between shelves stacked with asian food supplies. What I feared to be mainly inspired by conceptional irony came out as a beautiful site-specific wandelkonzert. Each of the musicians sounds where projected from their local spots and interacted with those of their neighboring partners, so that within this tiny packed place one could experience the changing sound colours while walking between the shelves - with the whole still sounding as one big scene.

Otomo Yoshihide / guitar, objects, effects
Yan Jun / guitar, electronics
Yuen Chee Wai / electronics
Ryu Hankil / electronics, objects
Matthias Mainz / trumpet, electronics
Alex Gunia / guitar, electronics

Produced by Thomas Gläßer & ZAM Zentrum fur Aktuelle Musik e.V.

Ho`s Supermarkt, Köln

 

2017 Apr 6

Montag Stiftung: Gemeinschaftsraum IV - Das Eigene und das Fremde

Performance-Lecture und Konzert
Hesen Kanjo im Dialog mit Matthias Mainz: Neue Spieltechniken für Alte und Neue Musik auf der Qanun
Der aus Aleppo stammende syrisch-kurdische Qanun-Virtuose Hesen Kanjo lebt seit 1996 in Europa und hat seitdem zahlreiche herausragende Vertreter türkischer, arabischer und kurdischer Makkam-Stile begleitet. Während er sich in der Begleitung um stilgetreue Unterstützung der Solisten bemüht, entwickelt und verändert er sein Instrument und seine Spielweise in seinen Solokonzerten. Kanjo ist zunehmend als Solist erfolgreich. Wie wird er von den verschiedenen Publika gehört? Hört sein Publikum die klanglichen und stilistischen Differenzen oder wird er als orientalisch-exotischer Musiker rezipiert? Wie sieht sich Kanjo selbst zwischen neuen Spielweisen, mit denen er teils Musik stilgetreu auf der Qanun abbilden möchte und in anderen Kontexten komplett neue Musik schafft?

Ali Gorji und Hindol Deb: Les Fenestra II
Der in Berlin lebende zeitgenössische iranisch-deutsche Komponist Ali Gorji lehnt für sich die Zuschreibung als persischer oder außereuropäischer Komponist entschieden ab und versteht sich selbst als Vertreter einer global gewordenen zeitgenössischen Musik. Mit der Arbeit Les Fenestra (UA 2016) für den iranischen Tanbur-Virtuosen Mehdi Jalali setzt Gorji zeitgenössische Kompositionsverfahren und elektronische Musik in der Auseinandersetzung mit der persischen Laute Tanbur ein. Sehr bewusst verwendet er Notations- und Improvisationselemente in modularen Fenstern, die Komponisten und Interpreten eine wechselseitige Annäherung an die Komposition, das Instrument und die persönlichen Spielweisen des Instrumentalisten ermöglichen. Für 2017 ist eine Fassung von Les Fenestra für den in Köln lebenden indischen Sitar-Virtuosen Hindol Deb in Vorbereitung.

Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft, Bonn

 

2016 Dec 12 - 2017 Nov 5

Plattform TNM/Ensemble Musikfabrik - tongue of the invisible

In 2016 Philharmonie Essen commissioned three ensemble compositions for Plattform TNM and ensemble musikfabrik for mixed ensembles of persian and western instrumentation. The compositions developed over a series of five campus-workshop-events and where premiered at Now! Festival Grenzgänger in 2017.

Ehsan Ebrahimi | Nava (2017) - for ney, wind ensemble and drums - world premiere - Commissioned by Philharmonie Essen and Ensemble Musikfabrik
Farzia Fallah | tänzerisch an der Kante (2017) - for ensemble - world premiere - Commissioned by Philharmonie Essen and Ensemble Musikfabrik
Bijan Tavili | Ways to Nowhere (2016/17) - for ensemble and electronics - world premiere - Commissioned by Philharmonie Essen and Ensemble Musikfabrik
Liza Lim | Tongue of the Invisible (2010–11) - for an improvising pianist, baritone and 16 musicians - text by Jonathan Holmes based on poems by Hafiz (1325/26–1389/90) - Commissioned by Ensemble Musikfabrik and Kunststiftung NRW

Omar Ebrahim, baritone Benjamin Kobler, piano Siamak Jahangiri, ney Yasamin Shahhosseini, oud
Reza Samani, percussion Sebastian Flaig, percussion Kioomars Musayyebi, santur Pouya Khoshravesh, kamancheh Ali Ostovar, electonic Paul Jeukendrup, sound direction Ensemble Musikfabrik
Christian Eggen, conductor

Curated by Matthias Mainz & Ensemble Musikfabrik
This program was supported by Kunststiftung NRW during Campus Musikfabrik.

2016 Dec 12 - Dec 16 - Ensemble Musikfabrik, Campus I - PDF 01
2017 Dec 5 - Philharmonie Essen: Now! Festival Grenzgänger - PDF 02

 

2016 Nov 24 - Nov 26

Establishing Transcultural New Music – Bridging a Gap or Reinventing Exoticism? 

In der Tagung Establishing Transcultural New Music – Bridging a Gap or Reinventing Exoticism? treffen Akteure mit Herkünften aus dem Iran, Irak, Syrien, Türkei, Brasilien, Indien, USA und Deutschland aufeinander, um transkulturelle künstlerische Prozesse zu diskutieren und im Konzert vorzustellen. Die Akteure verwenden den Begriff Transkulturelle Neue Musik unabhängig voneinander, um ihre Arbeiten zwischen westlicher Avantgarde und außereuropäischen Kontexten zu beschreiben. Die Debatten um Identität, Zugehörigkeit, Ausschließung und Verwandlung haben angesichts von Migration und Re-Nationalisierung unmittelbar an Schärfe gewonnen und es ist offensichtlich geworden, dass jenseits von akademischen Kontexten der Verweis auf postmoderne individuell-fließende Identitätskonzepte allein nicht zu überzeugen scheint. Gerade deshalb ist ein vertieftes Verständnis unserer diversen kulturellen Prägungen und wie wir diese als Komponisten, Musiker und Publikum wahrnehmen, verändern und aufeinander beziehen, wichtiger denn je.


As part of the conference Establishing Transcultural New Music – Bridging a Gap or Reinventing Exoticism? participants of Iranian, Iraqi, Syrian, Turkish, Brazilian, Indian, North American and German heritage are coming together to discuss transcultural processes and to present these processes in concert. The participants developed the term ‚Transcultural New Music‘ on their own and it can be said that their works are somewhere between the western avant garde and the non-European context. Debates about identity, affiliation, exclusion and transformation are more topical than ever considering migration and re-nationalisation. Moreover, it has become obvious that beyond academia the idea of post-modern individual and flowing concepts of identity do not really seem to apply. For that very reason a deeper comprehension of diverse cultural influences and how we perceive, modify and reference them as composers, musicians and an audience is more important than ever.

Curated by Matthias Mainz
Anneliese Brost Musikforum Ruhr / Bochumer Symphoniker

 

2016 Oct 28

Werkstattkonzert I - Folkwang Universität der Künste

Kompositionen und Improvisationen von und mit:

Santronics - Arsalan Abedian und Ehsan Ebrahimi, Santur, elektroakustische Komposition
Farzia Fallah, Tapemusic
Hesen Kanjo, Kanun
Dinesh Mishra, Bansuri
Julia Ohrmann, Bansuri
Ali Ostovar, elektroakustische Komposition
Hesen Kanjo, Kanun
Reza Samani, Daf

Künstlerische Leitung: Matthias Mainz / Bijan Tavili

Pina Bausch Theater, Folkwang Universität der Künste,
Essen

 

2016 Sep 28 - Okt 13

Reverse Exotism #1 & #2

Reverse Exotism #1
Ein Konzert mit vier Solos verdeutlicht zum Auftakt die individuellen künstlerischen Positionen und Kontexte, am zweiten Konzertabend werden Ergebnisse der dreitägigen Auseinandersetzung hörbar und zur Diskussion gestellt. Zu erwarten ist keine perfekte ästhetische Synthese, schon gar keine Behauptung einer universellen Musiksprache, sondern eine Untersuchung von Fragen, Differenzen und Prägungen, die nebeneinander hörbar werden und zur Sprache kommen.

Maryam Saleh - vocals
Joss Turnbull - tombak percussion
Matthias Mainz - piano, synthesizer, electronics
Giulia Loli aka Mutamassik - turntables, percussion

2016 Sep 28 – 20:30h / INDIVIDUALS & CONTEXTS
2016 Okt 1 – 20:30h / COLLABORATIONS & CONVERSATIONS
Loft, Köln

Reverse Exotism #2


DWARFS OF EAST AGOUZA
Perkussive Loops und instrumentale Improvisationen, Einflüsse von Krautrock, Free Jazz und nordafrikanischer Musik. Gegründet 2012 in Kairo. Die Dwarfs of East Agouza sind Sun City Girl und Sublime Frenquencies-Initiator Alan Bishop, der libanesisch-kanadische Oud-Spieler und Gitarrist Sam Shalabi sowie der ägyptische Elektroniker Maurice Louca. Im zweiten Trio des Abends mit Perkussionist Joss Turnbull, dem syrisch-kurdischen Kanunvirtuosen Hesen Kanjo und dem elektro-akustischen Improvisator Matthias Mainz entsteht Musik im spielerischen Umgang mit dem vorgeblich Unvereinbaren und der ständigen Neubewertung des scheinbar Selbstverständlichen.

DWARFS OF EAST AGOUZA
Maurice Louca - keys, electronics
Alan Bishop - bass, vocals, saxophone
Sam Shalabi - oud, guitar

MAINZ / KANJO / TURNBULL
Matthias Mainz
- piano, synth, electronics
Hesen Kanjo - kanun
Joss Turnbull - tombak, percussion

Künstlerische Leitung & Veranstalter Matthias Mainz & Thomas Gläßer
2016 Oct 13 Stadtgarten, Köln